Dominik Rose, SVP Product bei SAP LeanIX
Wie Unternehmen passende ESG- & Compliance Software ausw盲hlen

Zwischen KI, Datenstrategie und Realit盲t
In dieser Episode von Talking Proof spricht Lukas Vogt mit , SVP Product bei , 眉ber den Alltag von CIOs und dar眉ber, wie sich der Softwareeinsatz in Unternehmen ver盲ndert. Im Fokus stehen die Auswirkungen von KI, die wachsende Bedeutung einer soliden Datenstrategie und die Frage, welche Kriterien bei der Auswahl von Software wirklich entscheidend sind.
Gemeinsam beleuchten sie, worauf ESG- und Compliance-Manager achten sollten, wenn sie Software einkaufen - von Skalierbarkeit und Integrationsf盲higkeit bis hin zur langfristigen Anpassungsf盲higkeit der IT. Eine praxisnahe Episode f眉r alle, die nachhaltige Software-Entscheidungen treffen m眉ssen

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Kurz & knapp - darum geht鈥檚 in dieser Folge
- Wie ver盲ndert sich die Rolle von CIOs und IT-Leitungen durch KI, Daten und geopolitische Anforderungen听
- Warum sind Datenqualit盲t und IT-Architektur wichtiger als schicke Dashboards
Wie k枚nnen Unternehmen Innovation und Stabilit盲t in Einklang bringen
Am Ende finden Sie au脽erdem:
馃憠 F眉nf konkrete Dinge, die Unternehmen jetzt tun k枚nnen, um KI und Daten strategisch und nachhaltig einzusetzen.
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Der gesamte Podcast zum Nachlesen
Lukas: Guten Morgen, Dominik. Ich freue mich, dich bei Talking Proof begr眉脽en zu d眉rfen. Erz盲hl doch mal kurz: Wer bist du?
Dominik: Hallo Lukas, sch枚n, dass ich da sein darf!听
Hier steht ein Schachbrett vor mir. Ich durfte gerade schon von deinen Schachk眉nsten lernen. Schach begleitet mich seit etwa 30 bis 35 Jahren. Seit ich meinen Vater damals im Verein geschlagen habe, spiele ich es intensiv und bringe es heute auch meinen Kindern bei. Neben Schach interessieren mich Wissenschaft, Kunst und Sport.听
Nach meinem Studium habe ich mich rund 20 Jahre mit verschiedenen Perspektiven der IT-Welt besch盲ftigt: Softwareentwicklung, Beratung in M眉nchen und zuletzt etwa 10 12 Jahre Enterprise-Architektur bei LeanIX.
Wir haben LeanIX von rund zehn Personen bis zum Exit aufgebaut 鈥 heute sind wir Teil von SAP. Ich durfte dort Customer Success, Solution Engineering und Product mit aufbauen.听
Heute habe ich gro脽en Spa脽 daran, Wissen weiterzugeben 鈥 besonders im B2B-Bereich: Wie baut man Produkte? Wie verkauft man sie? Und vor allem: Wie versteht man Kunden wirklich?
Seit etwa 15 Jahren besch盲ftige ich mich intensiv mit IT-Leitern und Enterprise-Architekten 鈥 Menschen, die sich mit Fragen besch盲ftigen wie: Wie stelle ich mein Unternehmen f眉r neue Businessanforderungen, KI und geopolitische Herausforderungen auf?
Was CIOs heute wirklich besch盲ftigt
Lukas: Du hast viel Kontakt zu IT-Leitungen. Kannst du erkl盲ren, wie CIOs heute ticken?
Dominik: Die Rolle des CIO hat sich stark ver盲ndert. Als wir vor zehn Jahren gestartet sind, war Software as a Service noch neu. Viele fragten: Wo liegen meine Daten? Sind sie sicher?
Heute prasseln unglaublich viele Anforderungen auf CIOs ein: KI soll das Business transformieren, alles muss sicher und nachhaltig sein 鈥 und am besten noch 15 % Kosten sparen. Gleichzeitig gibt es geopolitische Themen: M盲rkte verlassen, Datenhoheit sichern, Resilienz schaffen.
Der CIO muss heute verstehen, was der Fachbereich will, und das in eine IT-Strategie 眉bersetzen: Wie habe ich heute eine verl盲ssliche IT? Und wie habe ich sie in f眉nf oder zehn Jahren?
Das betrifft Menschen, Prozesse und Strukturen gleicherma脽en.
Weiterhin 眉bersch盲tzen wir oft, was in einem Jahr m枚glich ist 鈥 und untersch盲tzen, was in f眉nf oder zehn Jahren m枚glich sein wird. Wir werden n盲chstes Jahr keine fliegenden Autos haben und nicht alle Krankheiten l枚sen. Aber KI wird uns deutlich weiterbringen.
F眉r IT-Strategien bedeutet das: Man muss Trends beobachten, ohne jedem Hype hinterherzulaufen. Gleichzeitig muss die Architektur so gebaut sein, dass sie zuk眉nftige Entwicklungen tragen kann. Der Begriff Architektur wird immer wichtiger f眉r CIOs.
KI zwischen Demo und Realit盲t
Lukas: Viele KI-Demos von SaaS-Anbietern sehen erstmal toll aus, aber im Alltag scheitert es oft.
Dominik: Daten sind die Essenz eines Unternehmens. Wenn Daten falsch oder verloren sind, ist man im Zweifel aus dem Gesch盲ft.
Ich denke in drei Ebenen:
- Infrastruktur 鈥 sicher, stabil, performant
- Applikationen 鈥 SAP, eigene Systeme, eingekaufte 尝枚蝉耻苍驳别苍
- User Experience
Zwischen diesen Ebenen spielen Daten die zentrale Rolle. Unternehmen merken: Um mit KI echten Mehrwert zu erzeugen, m眉ssen Daten aus verschiedenen T枚pfen sinnvoll verkn眉pft werden.
Fokus statt Tool-Wildwuchs
Lukas: Viele CIOs sagen: Nicht noch eine Software bitte.
Dominik: Extreme funktionieren nicht. Ein Extrem ist: Alles von einem Anbieter 鈥 das wird tr盲ge. Das andere Extrem: Tausende Einzell枚sungen 鈥 das wird chaotisch.
Was hilft, ist eine Capability Map: Welche Kernbereiche habe ich? HR, Logistik, Einkauf, Finanzen? Wo nutze ich Standardsoftware 鈥 und wo will ich mich differenzieren?
In Bereichen wie Finanzen ist Standard okay. In anderen 鈥 etwa Supply Chain 鈥 will ich mich bewusst abheben und investiere gezielt in spezialisierte 尝枚蝉耻苍驳别苍.
Wissen als Wettbewerbsvorteil und Rolle von Partnern
Lukas: Ist Wissen ein Wettbewerbsvorteil?
Dominik: F眉r Softwareunternehmen ist Innovation in ihrer Dom盲ne essenziell.
F眉r Kundenunternehmen hei脽t das: Ich suche mir Partner, die nicht nur Software liefern, sondern Expertise und Innovation mitbringen.
Wenn ich einem Vendor vertraue, der meine Dom盲ne versteht, Daten sicher verarbeitet und sich gut integriert, habe ich langfristig einen echten Mehrwert.
Dashboards sind nicht genug: Von Daten zu Entscheidungen
Lukas: Viele reden 眉ber Dashboards. Wie siehst du das?
Dominik: Dashboards sind massiv 眉berbewertet.
Die entscheidenden Fragen sind:
- Vertraue ich den Daten?
Verstehe ich sie? - Kann ich daraus Handlungen ableiten?
Ein sch枚nes Diagramm ist schnell gebaut. Aber zu wissen, wo die Daten herkommen und dass sie semantisch zusammenpassen 鈥 das ist die eigentliche Arbeit.
Lukas: Wie wichtig ist Datenqualit盲t f眉r KI? Ich versuche unseren Kunden immer zu erkl盲ren, dass ohne kaum etwas geht.
Dominik: Ohne gute Daten bringt KI nichts. Ich habe selbst erlebt, wie schlecht KI hilft, wenn die Datenbasis nicht stimmt 鈥 etwa beim Aufbau eines Sofas mit ChatGPT.
Man muss wissen:
- Welche Daten habe ich?
- Wem geh枚ren sie?
- Wie verkn眉pfe ich sie?
- Wie sehr vertraue ich Entscheidungen daraus?
Human-in-the-loop bleibt entscheidend.
Governance und Erwartungen an Software-Vendoren
Lukas: Was erwartest du heute von Software-Anbietern?
Dominik: Ich erwarte:
- klare Datenarchitektur
- Governance
- saubere APIs
- Security & Datenschutz
- Integration in bestehende IT-Landschaften
Jeder Vendor muss 2025 zeigen, dass er damit umgehen kann. Es ist eine schwere Zeit f眉r IT-Abteilungen. Technologie ver盲ndert sich rasant, geopolitische Unsicherheiten kommen hinzu, Cloud-Strategien m眉ssen st盲ndig neu bewertet werden.
Erfolgreiche Unternehmen schaffen Dialog:
- Empathie f眉r Fachanforderungen
- Verst盲ndnis f眉r technische Komplexit盲t
- Vertrauen statt Extreme
Weder totale Innovationsverweigerung noch Wildwuchs mit Kreditkarte funktionieren.
Transparenz und Vertrauen als Erfolgsfaktoren
Lukas: Was hast du aus zehn Jahren gelernt?
Dominik: Zwei Dinge: Transparenz und Vertrauen.
Offen sagen:
- Wo steht das Produkt?
- Wo geht die Reise hin?
- Was geht 鈥 und was nicht?
Offene Roadmaps schaffen Vertrauen. Manchmal hei脽t das auch, Nein zu sagen, wenn etwas nicht sinnvoll ist.
Mut zum Nein: Klare Grenzen schaffen Vertrauen
Dominik: Ein Kunde fragte k眉rzlich, ob unsere Software f眉r einen v枚llig anderen Zweck genutzt werden k枚nne. Wir haben bewusst Nein gesagt.
Die Kundin war dankbar, weil sie damit planen konnte.
Klares Erwartungsmanagement ist langfristig ges眉nder f眉r beide Seiten.
Lukas: Dominik, vielen Dank f眉r deine Zeit und die spannenden Insights. Vielleicht spielen wir jetzt noch eine Revanche am Schachbrett.
Dominik: Sehr gerne, Lukas. Danke f眉r das Gespr盲ch!
F眉nf Dinge, die Unternehmen jetzt tun k枚nnen
- Datenbasis kl盲ren: Transparenz schaffen, welche Daten es gibt, wem sie geh枚ren und wie ihre Qualit盲t gesichert wird.
- Architektur vor Tools stellen: Erst die IT- und Datenarchitektur definieren, dann neue KI- oder Softwarel枚sungen ausw盲hlen.
- Fokus statt Tool-Wildwuchs: Klar entscheiden, in welchen Bereichen Standardsoftware reicht und wo Differenzierung sinnvoll ist.
- Human-in-the-Loop etablieren: KI als Unterst眉tzung nutzen - nicht als alleinige Entscheidungsinstanz.
- Partnerschaften aufbauen: Mit Software-Anbietern zusammenarbeiten, die Transparenz, Integration und Weiterentwicklung garantieren.
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